Wer kommt in der „Mitmach-Gewerkschaft“ zu Wort?

„Wer kommt in der „Mitmach-Gewerkschaft“ zu Wort?“ fragen sich Ute Schmitt und Wolfgang Häberle. Als langjährige Mitglieder der GEW Bayern haben sie mit einer ausführlichen Mitgliederstellungnahme auf die aktuellen Entwicklungen in der Auseinandersetzung um Max Traeger und die Aufarbeitung der Geschichte der GEW reagiert. Der Bitte um Veröffentlichung kommen wir gerne nach. Am Ende ihrer ausführlichen Stellungnahme ziehen sie u.a. das folgende Fazit:

Für am Thema interessierte Mitglieder ist es nicht nachvollziehbar, wenn der Hauptvorstand der GEW und die E&W als bundesweite Mitgliederzeitschrift sich nun, nachdem Fakten auf den Tisch kamen und endlich Konsequenzen gefordert werden, sich dem massiv entgegen stellen und gar noch jene diffamieren und ausgrenzen, die an wirklicher Aufklärung arbeiten. Der Anspruch der Aufklärung steht im diametralen Gegensatz zur feststellbaren Tendenz, mit allen Mitteln zu verhindern, dass in der GEW Positionen Raum finden oder auch nur publik gemacht werden, welche der Pro-Traeger-Position des Hauptvorstands widersprechen.

Jedes einzelne Mitglied kann in und mit der GEW eine Menge bewegen. Das setzt aber voraus, dass es von „unten“ nach „oben“ Raum für Engagement und Auseinandersetzung gibt. Der produktive Dialog – und wenn es sein muss – auch der Streit nach innen und außen, dies ist der Weg, um in allen relevanten Fragen auf der Höhe der Zeit zu bleiben, Fehler zu korrigieren und die Erstarrung in Verkrustungen zu vermeiden. […]

Wir appellieren an alle, denen an einer konstruktiven Vorwärtsentwicklung der GEW gelegen ist, sich dafür einzusetzen, dass in der GEW auf allen Ebenen und in allen Organen in demokratisch-konstruktiver Weise diskutiert und gearbeitet werden kann – und dies gerade auch im Hinblick auf die eigene Vergangenheit der GEW insgesamt und sehr konkret auch in jedem Landesverband und vor Ort.

Ute Schmitt und Wolfgang Häberle, langjährige Mitglieder der GEW Bayern

Juli 2017

Max Traeger dankbar sein?

„Man muss Traeger dankbar sein…“ befindet die GEW Hamburg. Im Curioshaus stellte Hans-Peter de Lorent sein Buch „Max Traeger – Biografie des ersten Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ vor.

Eine ausführliche Pressemitteilung der Forschungsstelle NS-Pädagogik (26.Juni 2017) kommentiert die Buchvorstellung. Als ergänzendes Material dazu finden sich hier die Erläuterungen zur „Persilscheinlogik“.

Den angehängten Materialien lässt sich zudem entnehmen, dass die GEW-Bund Akteneinsicht verweigert und die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte der GEW behindert.

Auszug aus dem Flyer der GEW Hamburg