Geschichte des Beltz Verlages wird aufgearbeitet

Mit Unterstützung des Beltz Verlages wird nun auch das Wirken des pädagogischen Fachverlags im Nationalsozialismus aufgearbeitet. Ein neues Projekt der Forschungsstelle NS-Pädagogik unter der Leitung von Benjamin Ortmeyer an der Goethe-Universität Frankfurt/Main wird sich der Geschichte des Verlags im Zeitraum von 1932 bis 1945 widmen. In der Presseberichterstattung unterstrich Nils Rübelmann von Seiten der Verlegerfamilie die Relevanz der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit wie folgt:

Es liegt im besonderen Interesse der nachfolgenden Generation des traditionsreichen Familienunternehmens, auch dieses Kapitel aufzuarbeiten. Aufklärung ist ein Wert an sich, es geht darum, aus der Vergangenheit zu lernen, um die Zukunft zu verbessern.

Auch der Briefverkehr und schriftliche Austausch mit dem Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) wird im Rahmen des Forschungsprojektes gesichtet werden. Für die Beschäftigung mit dem Wirken der Lehrkräfte im Nationalsozialismus dürfte sich so aufschlussreiches Material ergeben, das auch für die Gründungsgeschichte der GEW interessant sein könnte. Die Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojekts, mit der ab Frühjahr 2018 zu rechnen ist, darf man jedenfalls gespannt erwarten.

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