Buchvorstellung in Frankfurt

Zur Frankfurter Veranstaltung über die Arbeit der Forschungsstelle NS-Pädagogik ist mittlerweile eine ausführliche Dokumentation mit Präsentationsfolien und einer dreiteiligen Videoaufzeichnung verfügbar.

Neben anderen Arbeitsfeldern, wie etwa der aktuellen Dissertation von Z. Ece Kaya zur Kolonialpädagogik in der NS-Zeit, wurde bei der Veranstaltung am 26.10. auch die zähe Debatte um Max Traeger thematisiert. Anlässlich des neu erschienenen Sammelbands „Max Traeger – Kein Vorbild“ gaben verschiedene Beiträge einen Einblick in zähe Abwehrdebatten und organisationsinterne Schikanen rund um die Debatte für eine Aufarbeitung der Geschichte der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die vom ehemaligen Vorsitzenden der GEW Hamburg, Hans-Peter de Lorent, in seiner Biographie vertretene Apologie Traegers wurde dabei deutlich in Frage gestellt.

Die Veranstaltung der Forschungsstelle wurde unterstützt vom Fritz-Bauer-Institut, dem AStA der Goethe-Uni, dem Beltz-Verlag sowie dem Landesverband Hessen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Advertisements

Vortragsaufzeichnungen online

Tagungsflyer der VeranstalterInnen

Unter dem Titel „Antifaschistische Pädagogik“ fand Ende April in Heidelberg eine von der Gruppe Akut plus C organisierte und von der GEW und verschiedenen anderen Gruppen mit unterstützte Tagung statt, die ein breit angelegtes Vortragsprogamm über die pädagogische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und Faschismus bot. Auch die Rolle der Lehrkräfte im Nationalsozialismus und Fragen gewerkschaftlicher Bildungsarbeit wurden bei der gut besuchten Veranstaltung besprochen.

Die Audioaufzeichnungen der Vorträge wurden nun von den VeranstalterInnen online zugängig gemacht. Unter anderem finden sich auf deren Homepage Aufnahmen zu Themenbereichen „von der historisierenden Bildung zum Umgang mit rechten Einstellungen am Beispiel gewerkschaftlicher Bildungsarbeit“ (Christos Kirizakis), auf der Tagung wurde außerdem über „Politische Bildung seit 1945 und der Umgang mit der NS-Zeit“ (Katharina Rhein) und über „Pädagogik im Nationalsozialismus“ (Benjamin Ortmeyer) referiert. Im Verlauf der Veranstaltung wurde auch die aktuelle GEW-Debatte um Max Traeger erwähnt.